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Smartphone- Akku- Laufzeit verlängern

Wisch- Handys werden trotz aller Diskussionen über Nachhaltigkeit und Umweltschutz immer kompakter. Und weniger wartungsfreundlich. Die neuesten Generationen lassen nicht einmal mehr den Austausch von Akkus zu. Das heißt dann also: Akku tot = Handy tot. Das ist dann schon ärgerlich. Auch unter dem Aspekt, dass die kleinen Scheißerchen nicht eben preiswert sind. Mal ganz abgesehen davon, dass wir uns ja auch an einander gewöhnt hatten. Ist doch schade drum. Wenn unser Lieblingsstück uns also möglichst lange begleiten soll, müssen wir uns also möglichst gut um unser Wisch- Handy kümmern. Die Tamagotchies waren demzufolge nur ein Vorgeschmack auf das, was da noch kommen sollte.


Wie lange hält ein Smartphone- Akku durch?

Gute Frage. Nächste Frage. Wenn Sie dieses Internet durchforsten, werden Sie unter Umständen auf die Antwort: ca. 1000 Ladezyklen stoßen. Das wäre eine sehr pauschale und damit gewagte Aussage. Die leider auch absolut nicht haltbar ist. Fakt ist: Die Hersteller unserer Lieblingsstücke machen diesbezüglich keinerlei Angaben. Und das hat gute Gründe. Der Lebenszyklus hängt nämlich von zahlreichen Rahmenbedingungen ab. Zum Beispiel von der Betriebstemperatur. Auch unsere Wisch- Handys werden im Winter bei kälteren Temperaturen stärker belastet. Oder im Hochsommer. Oder bei feucht- kaltem Wetter. Die Materialien werden schlicht stärker belastet. Aber das kennen Sie ja bestimmt vom Auto her.
Auch die Art der Nutzung spielt eine Rolle. Entlade ich das Gerät regelmäßig bis aufs Letzte? Habe ich sehr viele Apps auf dem Gerät? Natürlich wollen die alle gefüttert werden. Sind es energieintensive Apps? Facebook zum Beispiel verbraucht sehr viel Energie. Auch das beansprucht den Akku stark. Und natürlich wirkt sich auch das auf die Lebensdauer aus.
Die gesetzliche Gewährleistungsfrist auf Akkus beträgt 1 Jahr. Jetzt könnte man unterstellen, dass die Hersteller dies bei der Produktion berücksichtigen. Ich habe aber auch schon Akkus gesehen, die nach einem halben Jahr die Hufe geschmissen haben.

Smartphone- Akkus: Die größten Irrtümer

Mythos 1: Sie dürfen nur das offizielle Ladegerät des Herstellers nutzen.
Diese Aussage ist absolut unrichtig. Unserem Schnuckelchen ist es ziemlich egal, wie es gefüttert wird. Hauptsache es ist Strom. Und der muss nicht mal gelb sein.

Mythos 2: Das Wisch- Handy muss möglichst ganz entladen werden, da sich der Akku sonst den Ladestand „merkt“ und zukünftig nicht mehr sein volles Leistungspotential ausschöpfen kann, da er sich nur noch bis zu diesem Stand aufladen lässt.
Diese Aussage ist bei Nickel- Cadmium- Akkus vollkommen korrekt. Unsere Scheißerchen besitzen aber Lithium- Akkus. Diese sind hiervon nicht betroffen. Für uns ist diese Aussage also auch nicht korrekt.

Mythos 3: Das Handy sollte über Nacht aufgeladen werden. Dann ist es am Morgen richtig aufgeladen. Und das schont den Akku.
Richtig. Am Morgen ist der Akku bis zur Kapazitätsgrenze aufgeladen. Aber: selbst wenn das Gerät ausgeschaltet ist, verbraucht es Energie. Minimal zwar, aber es verbraucht. Somit wird immer wieder nachgeladen. In häufigen Minimal- Dosen. Das beansprucht den Akku stark.

Lebenszyklus des Smartphone- Akkus verlängern

Bis dahin haben wir davon gesprochen, was für den Akku nicht gut ist. Aber was ist nun gut für den Akku?
1. Entladen Sie Ihr Gerät (sofern möglich) irgendwo zwischen 25% bis 30%. Laden Sie bis auf 70% bis 85% auf. Sie sehen, das ist keine exakte Wissenschaft.
2. Laden Sie den Akku lieber durchgehend als in immer wieder kurzen Intervallen. Das nimmt dem Material Stress.
3. Laden und betreiben Sie den Akku nicht dauerhaft unter 10 und über 35 Grad Celsius.
4. Kaufen Sie keine minderwertigen Ladegeräte, da diese dauerhaft die Akkus beschädigen können.

Trotz allem hat alles ein Ende. Nur die Wurst hat bekanntlich 2. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Wisch- Handy immer schneller Hunger hat, ist es vermutlich an der Zeit leise Abschied zu nehmen. Ein entsprechendes Alter vorausgesetzt natürlich.

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